Social-Media.Sucht

Auf einen Blick: Symptome, Folgen, Fallbeispiel, Ausweg

1. Symptome

In unserer Gesellschaft ist es Normalität auf sozialen Netzwerken präsent zu sein. Es ist normal viel Zeit online zu verbringen, sodass eine Grenze zum krankhaften Konsum fließend ist. Dennoch gibt es eindeutige Symptome für eine Social-Media-Sucht.
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Permanente Beschäftigung:

An einer Social-Media-Sucht Erkrankte müssen ständig online sein. Ob am Handy oder Zuhause am Computer, die virtuellen Bekanntschaften bestimmen den Tagesablauf. Nach dem Aufstehen, vor dem ins Bett gehen, während der Arbeit und auch dann, wenn Betroffene nicht online sind, denken diese an ihre Kontakte.

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Negative Konsequenzen:

Je länger eine Sucht andauert, desto mehr leidet die Welt abseits der Digitale. Echte Bekanntschaft, die eigene Gesundheit und Verpflichtungen rücken in den Hintergrund und werden vernachlässigt.

2. Folgen

Je nachdem, in welcher Lebensphase sich der Betroffene befindet, desto weitreichender sind die Folgen.
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Kinder und Jugendliche:

Da Heranwachsende meistens schulpflichtig sind, zeigen sich hier gravierende Auswirkungen einer Social Media Sucht. Neben schlechteren Noten ziehen sich Betroffene zurück. Auslöser für ein solches Verhalten können unter anderem traumatische Erlebnisse, Familienkonflikte oder Mobbing sein.

Erwachsene:

Der exzessive Gebrauch von sozialen Medien äußert sich ähnlich, wie beim Jugendlichen. Jedoch können hier die Folgen weitere Menschen betreffen. Eine Partnerschaft oder Kinder, falls vorhanden, leiden zusätzlich unter diesem Verhalten. So gehen Betroffene ihrer Arbeit nur noch teilweise nach und können eine Verantwortung übernehmen.

3. Fallbeispiel

Jette ist 35 Jahre alt, als ihr Mann verstirbt. Neben den zwei Kindern hinterlässt er ihr eine beachtliche Summe Geld. Mit dieser kann sie die Kosten, welche ihr eigenes Gehalt übersteigen, abdecken. Im Internet lernt sie eine Frau kennen, welche unter einer gleichen Situation leidet. Gemeinsam tauschen Sie sich aus und entwickeln eine Freundschaft. Jette lernt ihre Onlinefreunde kennen und ist fasziniert von den vielen Geschichten. Da sie diese ablenken, vergisst sie ihren eigenen Schmerz, jedoch auch ihre eigenen Kinder. Diese sind immer mehr auf sich alleine gestellt, bis die Leitung des Kindergartens Kontakt zum Jugendamt herstellt. Man stellt bei ihr eine Social-Media-Sucht fest und verordnet eine Psychotherapie.

4. Ausweg

Bei der Social-Media-Sucht handelt es sich um eine Internetabhängigkeit. Somit können kassenärztliche Interventionen durchgeführt werden. Hausärzte nehmen dieses Thema sehr ernst und können als erste Anlaufstelle dienen.
Ade Avatar: Schritte in die Freiheit (Buch)

Bücher als Unterstützung:

Ade Avatar zeigt Wege aus der Sucht und steht für die Wiederkehr in der Wirklichkeit.

Betroffene gelangen mithilfe von diesem Buch zu einem Verständnis über die Sucht, welches auch Angehörige vermitteln können. Der „Drei-Schritt-Leitfaden“ führt mit Strategien und Techniken aus der Sucht.

Beratung

Gern begleite ich Sie, ob Betroffener oder Angehöriger in Ihrer aktuellen Situation. In regelmäßigen Abständen sprechen wir über den Fortschritt und die nächsten Schritte.

Beratung
Psychologische und klinische Intervention

Bei einer sehr schweren Abhängigkeit ist eine Psychotherapie vor Ort nicht zu umgehen. Des Weiteren sollte auch eine klinische Intervention in Betracht gezogen werden, falls der Betroffene vor sich selbst geschützt werden muss.