Pornosucht

Folgen vermeiden: Jetzt etwas tun!

Disclaimer:

Über 60 % der Deutschen schauen täglich Pornos im Internet. Dennoch spricht kaum einer über den Konsum, der meist schwerwiegende Folgen mit sich bringt. Die WHO stuft das zwanghafte Verlangen nach Pornografie als sexuelle Störung ein. Die Sie betrifft nicht nur Männer, sondern auch Frauen.

Nur wenige sprechen offen über das Thema Pornografie, doch es verletzt, stumpft ab und vermindert die Lebensqualität. Es kursieren die wildesten Mythen und größten Lügen der Gesellschaft. Alles, was du hier liest, beruht auf einem wissenschaftlichen Hintergrund und soll deinem Wohl oder dem deines Nächsten dienen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Inhalt
  2. Gründe
  3. Symptom
  4. Folgen
  5. Handlungsmöglichkeiten

1. Inhalt

Pornografische Inhalte lassen sich im Internet in verschiedener Form konsumieren. Die bekannteste Art sind Filme und Videos. Bilder und Audiodateien bieten mehr Raum für die eigene Fantasie. Auch erotische Texte stellen einen Reiz der besonderen Art dar.

Um Cybersex über Video und Chat soll es hier nicht gehen.

2. Gründe

Die Gründe für eine Sucht nach pornografischen Inhalten sind ebenso vielseitig, wie die Konsumenten an sich. Besondere Triebkraft entwickelt sich durch die unmittelbar biologische Belohnung.

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Persönlichkeit:

  • Traumata und Belastungen
  • Fehlende Bewältigungsstrategie von Emotionen und Stress
  • Genetische Disposition (erhöhte Anfälligkeit für Süchte)
  • Ansprüche und Erwartungen

Oftmals steht hinter dem Konsumieren von Pornos ein tiefes Bedürfnis nach Zuneigung. Liebe wurde mit Sexualität assoziiert und suggeriert Annahme. Da dies jedoch nicht der Fall ist, muss der Konsum per se gesteigert werden, um die Illusion aufrechtzuerhalten.

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Sozialer Nahraum:

  • Kontakt durch Freunde und Familie
  • Anspruch und Erwartungen durch Andere
  • Familiäre Krisen und Belastungsfaktoren

Die fünf Menschen, welche einer Person am nächsten stehen, repräsentieren den Charakter. Konsumiert das Umfeld, wirkt sich dies auf das eigene Verhalten aus. Das Umfeld dient zur Orientierung und hat eine Vorbildfunktion.

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Pornografie:

  • Verfügbarkeit
  • Starker Reiz
  • Ablenken und Verdrängen

Der Konsum von Pornografie geht meist mit Masturbation einher und erwirkt dadurch einen hormonellen Kick. Positive Gefühle werden mit dem Inhalt verknüpft, welche eine Fluchtmöglichkeit aus dem Alltag bieten.

3. Symptome

  • Emotionale Abstumpfung
  • Suche nach immer stärkeren Reizen (auch anderen Drogen)
  • Verlust der Lebensfreude und depressive Verstimmung
  • Rückzug und Isolierung
  • Impulsivität und Kontrollverlust

4. Folgen

Pornos vermittelt ein unrealistisches Weltbild, in dem es nicht mehr um den Menschen an sich geht, sondern um die sexuelle Befriedigung. Daher betreffen Folgen nicht nur den Konsumenten an sich, sondern gleichfalls seinen sozialen Nahraum. Besonders Partner leiden bei einseitigem, jedoch auch zweiseitigem Konsum.

Den Konsumenten betreffende Folgen:

  • Abstumpfung und Desensibilisierung

Der regelmäßige Konsum von Pornografie führt, wie bei jedem wiederkehrendem Reiz, zu einer Gewöhnung. Süchtige neigen dazu mehr und intensiver zu konsumieren, um eine gleichbleibende Stimulierung zu erfahren.

  • Erektile Dysfunktion

Nicht nur unser Gehirn benötigt, wie oben beschrieben, eine stärkere Reizung, sondern gleichfalls unser Körper. Zum einen sucht sich der Süchtige den für sich „perfekten“ Körper heraus und zum anderen handelt es sich um unrealistische Darstellungen (Gewalt, Sexualpraktiken, etc.). Oftmals lässt sich so etwas nicht auf das echte Leben, den echten Partner übertragen. Demnach kann es dazu kommen, dass der Partner, die Partnerin, keine sexuelle Erregung erzeugt.

  • Innerer Film

Während des Sexes kommt es daher zu inneren Bildern, um sich zusätzlich zu stimulieren. Der Fokus liegt nicht mehr auf dem Partner, der Partnerin, sondern auf den eigenen Gedanken.

  • Selbstwertverlust, Minderwertigkeitsgefühl und überzogene Ansprüche

Gleichzeitig steigt die Erwartung an den eigenen Sex. Die Suche nach der perfekten Frau oder dem perfekten Mann endet nie. Keiner/ Keine genügt den eigenen Ansprüchen, welche Pornosüchtige nur selten selbst erfüllen.

  • Schlechter Gemütszustand bis zur Depression

Das Gehirn adaptiert die ständige Hormonausschüttung durch sexuelle Handlungen als normal. Durch diese starken Reize verlieren andere Tätigkeiten an Wertigkeit und verdrängen diese Interessen.

  • Weitere Folgen

Konzentrationsprobleme, Antriebsverlust, Schamgefühl, Rückzug, Zerstörung von Partnerschaften, Lieblosigkeit, etc.

Den Partner betreffende Folgen:

  • Verletzung des Vertrauensverhältnisses
  • Minderwertigkeitsgefühl
  • Keine Sexualität
  • Verlust von Partnerschaften

5. Handlungsmöglichkeiten

Bei Pornosucht handelt es sich um eine schwere Abhängigkeit. Zögern Sie nicht Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Ade Avatar: Schritte in die Freiheit (Buch)

Bücher als Unterstützung:

Ade Avatar zeigt Wege aus der Sucht und steht für die Wiederkehr in der Wirklichkeit.

Betroffene gelangen mithilfe von diesem Buch zu einem Verständnis über die Sucht, welches auch Angehörige vermitteln können. Der „Drei-Schritt-Leitfaden“ führt mit Strategien und Techniken aus der Sucht.

Beratung

Bei Bedarf begleite ich Sie, ob Betroffener oder Angehöriger in Ihrer aktuellen Situation. In regelmäßigen Abständen sprechen wir über den Fortschritt und die nächsten Schritte.

Beratung
Psychologische und klinische Intervention

Bei einer sehr schweren Abhängigkeit ist eine Psychotherapie vor Ort nicht zu umgehen. Des Weiteren sollte auch eine klinische Intervention in Betracht gezogen werden, falls der Betroffene vor sich selbst geschützt werden muss.

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