Handysucht

Alles Wichtige auf einen Blick und Tipps zur Ersten-Hilfe

Wer macht sich Sorgen?

In nur wenigen Fällen bemerken Handysüchtige ihr Problem. Meist kommen Impulse von Familienmitgliedern oder Freunden, doch gerade hierin liegt die Herausforderung. Zur nachhaltigen Veränderung muss die Abhängigkeit immer selbst erkannt werden. Wie Sie diesen Prozess unterstützen oder sich selbst helfen, lesen Sie hier.

Inhaltsverzeichnis

  1. Tätigkeiten
  2. Risikofaktoren
  3. Symptom
  4. Folgen
  5. Erste-Hilfe-Tipps
  6. Ausweg

1. Tätigkeiten

Gaming und Streaming - immer etwas neues:

Nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene, fesseln die virtuellen Welten auf dem Bildschirm. Herausforderungen ohne Ende bieten jederzeit abwechslungsreiche Beschäftigung. Ob Fortnite, Quiz-Duell oder andere Spiel, jeder findet die passende Kompensation.

Social Media - Kontakt zu anderen:

Niemand will auf Dauer allein sein, daher bietet der Chat eine attraktive Möglichkeit sich auszutauschen. Der individuell gestaltbare Avatar weicht oftmals von der wahren Identität ab und zeichnet die Traumvorstellung des Süchtigen. Durch die Vielzahl an Bloggern und Inhalten, welche neues Wissen bieten, kann die Neugier nie gestillt werden.

Andere Applikationen - ständige Beschäftigung:

Jede App bringt eine bestimmte Funktion mit sich. In der einen kann der Nutzer Geld verdienen und in der anderen Sprachen lernen. Die nahezu unbegrenzten Möglichkeiten suggerieren Bewegung, jedoch steht währenddessen alles abseits von Bildschirmen still.

2. Risikofaktoren

Eine Vielzahl an Gründen bedingen eine Handysucht. Das Medium, der Konsument und das soziale Umfeld. Jeder Suchtkranke hat seine eigene Geschichte sowie den daraus resultierenden Bedingungsfaktoren. Im Folgenden vier maßgebliche Ursachen.

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Stress

Die Mediennutzung kann eine Reaktion auf Stresserlebnisse und Überforderung darstellen, um sich diesem nicht aussetzen zu müssen.

Einsamkeit

Im Internet ist man nie allein. Ob im Spiel oder auf Social-Media, es gibt immer Menschen, mit denen man sich unterhalten kann und in Gesellschaft ist.

Langeweile

Eine Handysucht kann sich auch aus Langeweile entwickeln. Mit dem Handy lässt sich immer eine Aufgabe finden. Der Newsfeed, Videos auf YouTube und der App-Store bieten nahezu unbegrenzte Beschäftigung.

Mangelnde Impulskontrolle

Lernt ein Kind nicht sein eigenes Verhalten zu kontrollieren und zu regulieren, fehlt diese Kompetenz auch im Erwachsenenalter. Dies begünstigt eine Suchtentwicklung.

Handysüchtiger

3. Symptome

Eine Handysucht definiert sich nicht über die Dauer der Handynutzung, sondern vielmehr über die Art und Weise der Nutzung. Im Folgenden drei beispielhafte Anzeichen.
  • Zeit ohne Handy ist kaum bis gar nicht möglich

Betroffene können das Smartphone kaum aus der Hand legen und haben es immer dabei, um nicht unruhig und impulsiv zu werden.

  • Bei Benachrichtigungen unmittelbare Sichtung

Kaum ertönt ein Ton, schauen Süchtige nach, was der Grund für diese war. Ob bei Kinder und Jugendlichen in der Schule oder bei Erwachsenen auf Arbeit, überall steht die Erreichbarkeit im Mittelpunkt. Dies deutet auf mangelnde Impulskontrolle hin.

  • Beschäftigung bei Langeweile

Kaum sind Süchtige nicht mit einer anderen Tätigkeit abgelenkt, wandert der Blick auf das Handy und fordert die Aufmerksamkeit.

4. Folgen

  • Überlastung durch die ständige Beschäftigung
  • Gereiztheit und Impulsivität
  • Verzerrte Weltsicht
  • Idealisiertes Weltbild
  • negative Verstimmung und Depression

5. Erste Hilfe Tipps

Tracker:

Meist haben Handysüchtige das Gefühl dafür verloren, wie viel Zeit sie vor dem Handy verbringen. Daher bietet es sich an, die Bildschirmzeit konsequent zu überwachen und zeitliche Begrenzungen festzulegen. Hierfür können Apps genutzt werden.

Symptome ansprechen:

Bewusstsein ist der erste Schritt zur Besserung. Falls du selbst unter einer übermäßigen Nutzung leidest, mach dir immer wieder die Konsequenzen klar oder weiße den Betroffenen auf diese an. Was funktioniert nicht mehr durch den Konsum? Was wird vernachlässigt? Wo führt die Abhängigkeit hin?

Emotional:

Überlege dir, was es in die emotional auslöst, wenn du bemerkst, dass du nur am Handy bist oder der Betroffene. Warum machst du dir Sorgen?

6. Ausweg

Bei der Handysucht handelt es sich um mangelhafte Impulskontrolle. Diesem Verhalten liegen individuelle Ursachen zugrunde.
Ade Avatar: Schritte in die Freiheit (Buch)

Bücher als Unterstützung:

Ade Avatar zeigt Wege aus der Sucht und steht für die Wiederkehr in der Wirklichkeit.

Betroffene gelangen mithilfe von diesem Buch zu einem Verständnis über die Sucht, welches auch Angehörige vermitteln können. Der „Drei-Schritt-Leitfaden“ führt mit Strategien und Techniken aus der Sucht.

Beratung

Gern begleite ich Sie, ob Betroffener oder Angehöriger in Ihrer aktuellen Situation. In regelmäßigen Abständen sprechen wir über den Fortschritt und die nächsten Schritte.

Beratung
Psychologische und klinische Intervention

Bei einer sehr schweren Handyabhängigkeit ist eine Psychotherapie vor Ort nicht zu umgehen. Des Weiteren sollte auch eine klinische Intervention in Betracht gezogen werden, falls der Betroffene vor sich selbst geschützt werden muss.

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